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Deutlicher Wahlsieg für Hans Hellmeier
Der Wahlkampf ohne harte Bandagen in der Gemeinde Tacherting hat sich offenbar für den Rathauschef bewährt: Hans Hellmeier (54, CSU), Nebenerwerbslandwirt und seit 2006 im Amt, wurde bei der außertourlichen Kommunalwahl mit dem deutlichen Votum von 74,2 Prozent im Amt bestätigt.
Die Tachertinger sind offenbar mit der Politik im Rathaus sehr zufrieden und lehnten einen Wechsel ab. Herausforderer Helmut Haigermoser (60), freigestellter Betriebsrat der Postbank in München, SPD-Ortsvorsitzender  und dritter Bürgermeister, brachte es bei einer Wahlbeteiligung von 50,4 Prozent (2006: 62,3 Prozent) lediglich auf 25,8 Prozent der Stimmen. Bei der Neuwahl des Bürgermeisters vor sechs Jahren war das Verhältnis der beiden Kontrahenten mit 66 zu 34 Prozent noch nicht so deutlich ausgefallen.
Aufgrund der angestrebten Harmonisierung des Wahlrhythmus für die Kommunalwahl darf Hellmeier diesmal sogar acht statt der üblichen sechs Jahre im Amt bleiben. Heigermoser zeigte sich enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, im Sinne der Demokratie mehr Menschen für die Stimmabgabe zu motivieren. Insbesondere durch seine Arbeit als Gemeinderat und für die Jugend habe er für sich persönlich mehr erhofft. Hellmeier umgekehrt zeigte sich überrascht und erfreut, dass das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist. Hervorgehoben wurde von verschiedenen Seiten, dass beide Kandidaten im Wahlkampf sehr fair miteinander umgegangen sind.
Kienbergs Bürgermeister Hans Urbauer gratulierte am Wahlabend ebenfalls vor Ort und betonte die gute Zusammenarbeit der Gemeinden bei verschiedenen Projekten wie dem Schulverbund, der Kläranlage und der Klärschlammvererdung.
Als Schwerpunkte für die kommenden Jahre hatte Hellmeier bereits im Vorfeld die energetische Sanierung der kommunalen Gebäude, den Ausbau und die Sanierung der bestehenden Infrastruktureinrichtungen wie dem Leitungsnetz für Wasser und Abwasser, die Abwasserentsorgung im Außenbereich und die Geh- und Radwege genannt. Dazu kommt die Breitbandversorgung und die Aufnahme von Tacherting ins Programm der Städtebauförderung.
CSU-Ortsvorsitzender gratuliert dem alten und neuen Bürgermeister Hans Hellmeier

Blumen für die Frauen der beiden Bürgermeister-Kandidaten von Wahlleiter Hans Ostermaier
langes Warten auf das Ergebnis...!

Helmut Haigermoser enttäuscht, gratuliert fair Hans Hellmeier zum Wahlsieg
Auch der Haigermoser-Juz-Fanclub konnte für Haigermoser keinen Wahlsieg bringen

BM-Wahl 2012

Hellmeier: „Bin angekommen“

Tacherting. „Jetzt spüre ich, dass ich wirklich in Tacherting angekommen bin.“ Der mit großer Mehrheit wiedergewählte Bürgermeister Hans Hellmeier (CSU) freut sich vor allem über sein hervorragendes Abschneiden in den vier Wahlbezirken im Ortsbereich von Tacherting, wo er bei der Wahl 2006 noch zwei Mal das Nachsehen gegen seinen SPD-Herausforderer Helmut Haigermoser gehabt hatte.

„Dass ich jetzt in allen Tachertinger Wahlbezirken so klaren Rückhalt bekommen habe, zeigt mir, dass meine Botschaft, ein Bürgermeister für die ganze Gemeinde sein zu wollen, ankommt und glaubhaft ist“, kommentierte der 54-jährige Emertshamer seinen Wahlsieg, den er in dieser Deutlichkeit mit 74,2 Prozent nicht erwartet hatte. Sein „Heimspiel“ in Emertsham und Peterskirchen gewann der in Schweinberg beheimatete Nebenerwerbslandwirt wieder mit überwältigenden Resultaten von 88,4 und 90,7 Prozent. In den vier Tachertinger Wahlbezirken kam er auf überzeugende 68,8, 64,7, 60,9 und 59,0 Prozent.
„Das Ergebnis ist für mich eine Anerkennung für meine Arbeit und auch ein Vertrauensvorschuss für die nächsten acht Jahre, dem ich auch unbedingt gerecht werden will“, verspricht Hellmeier wieder „harte, engagierte Arbeit zum Wohle der ganzen Gemeinde“ an.
Nur 50,4 Prozent der 4349 Stimmberechtigten machten am Sonntag ihre Kreuzchen – für beide Kandidaten eine enttäuschend niedrige Wahlbeteiligung. Herausforderer Helmut Haigermoser hätte sich auch von seinem eigenen Ergebnis etwas mehr erhofft, aber immerhin war es ihm gelungen, die Tachertinger Jugend für die Wahl zu begeistern. Nachdem sich der 3. Bürgermeister schon seit Jahren für das Jugendzentrum „Caro 7“ einsetzt und sich nun für dessen Wiedereröffnung stark macht, erfuhr er viel Unterstützung von den örtlichen Jugendlichen, die auch – quasi als Fanclub – am Sonntagabend beim Wahl-Treff im Rathaus vor Ort waren.
 
Bericht im Trostberger Tagblatt, 25. Sept. 2012 v. Thomas Thois

 
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