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A.Bratzdrum-Hans Hellmeier-Alex Heide

Hellmeier tritt erneut bei Bürgermeisterwahl an

 

Rückblick auf die letzten Jahre – Andreas Bratzdrum referierte über die Energiewende

 

Emertsham(hm). Einstimmig haben die CSU-Mitglieder bei ihrer Aufstellungsversammlung im Gasthaus „Bes´nwirt“ Bürgermeister Hans Hellmeier ihr Vertrauen ausgesprochen und erneut als Kandidat zur Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Tacherting am 23. September nominiert. In einem Rückblick verglich Hellmeier sein Wahlprogramm von 2006 mit dem was sich bislang in der Gemeinde realisieren ließ. Als einer der möglichen Kandidaten für die Landratsnachfolge von Hermann Steinmaßl stellte sich der Tittmoninger Andreas Bratzdrum vor und referierte über das Thema Energiewende und dem ehrgeizigem Ziel des Landkreises.

 

Bürgermeister Hans Hellmeier unterstrich seine neuerliche Kandidatur mit den Zielen, die er sich bereits zur ersten Wahl 2006 gesetzt habe. Nicht nur, dass er gerne Kommunalpolitik betreibe, er wolle auch die Maßnahmen die begonnen wurden zu Ende bringen. Ein weiteres Kriterium sei, dass man als Bürgermeister Zeit brauche Erfahrungen und Wissen anzusammeln, dass er nun weiter zum Wohle der Gemeinde einbringen möchte. Er sehe sich als ein Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger und sei keineswegs parteiorientiert. Seine Aufgabe bestehe darin über alle Fraktionen hinweg Mehrheiten zu finden, Lösungen anzubieten und auch Kompromisse zu schmieden. Viele wichtige Maßnahmen wurden in der Vergangenheit mit einer großen Mehrheit von allen Gemeinderäten mitgetragen. Natürlich gäbe es auch Punkte auf seiner Liste die sich nicht verwirklichen ließen, so Hellmeier, ein gutes Beispiel hierfür sei der Dorfladen in Emertsham. Ebenfalls der wichtige Alz-Hochwasserschutz in Wajon sei noch nicht begonnen. Als das bedeutendste Bauvorhaben der letzten 20 Jahre bezeichnete Hellmeier die Gemeindeturnhalle in Tacherting. Ebenfalls beinahe abgeschlossen sei die Dorferneuerung Peterskirchen mit einem nun schönen Dorfkern, der sich sehen lassen kann. Letztendlich warb Hellmeier um die Unterstützung aller. „Ich brauche eure Unterstützung bei der Wahl und ich brauche eure Unterstützung auch danach.“ Bei den anschließenden Diskussionsrunde meinte Franz Wimmer, dass es zwar vorbildlich, dass die Gemeinde so viel Gewerbegrund beziehungsweise Baugründe ausweisen und veräußern konnte, aber man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass es viele leerstehende Wohngebäude  und Gewerberaum gäbe und die Ortskerne mehr und mehr verweisen. Man solle sich doch mehr Gedanken über die Dorfgestaltung  in Tacherting machen.  Genau diesen Themen nehme sich der neu gebildete Arbeitskreis „Zukunft Tacherting“ an, sagte Hellmeier. Es werden sich auch hierfür sicherlich Lösungsansätze erarbeiten lassen.

Mit dem Themengebiet Energiewende stellte sich der mögliche Landratskandidat Andreas Bratzdrum vor. Der 49-jährige Tittmoninger ist sowohl Stadt –und Kreisrat, stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU, war über 20 Jahre Stadtkämmerer in Tittmoning und ist nun Pressesprecher des Berchtesgadener Land.  Aus Ausschussmitglied für Umweltfragen im Landkreis ist sein besonderes Anliegen die Energiewende. Nach dem Reaktorunglück in Fukushima sei der Ausstieg aus der Kernenergie nun endlich eine beschlossene Sache, meinte er dabei. Der Landkreis Traunstein hat sich dieses ehrgeizige Ziel bereits 2007 auferlegt. Um das Klima zu schützen soll im privaten, kommunalen und gewerblichen Bereich der Strombedarf bis 2020 zu 100 Prozent aus den regenerativen Energien gewonnen werden, also aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse in Form von Pflanzenmasse und Holz.

Bis 2015 könne der Landkreis, so die Prognosen, etwa 78 Prozent der benötigten 600 Millionen Kilowattstunden pro Jahr mit erneuerbaren Energien decken. Den größten Anteil hat dabei die Wasserkraft mit über 150 Millionen Kilowattstunden. Dabei sei die energetische Nutzung der Wasserkraft der Salzach eine wesentliche Säule im Energiekonzept des Landkreises Traunstein. Im Rahmen der notwendigen Sanierung der Salzach zur Sohlstabilisierung im "Tittmoninger Becken" sei die energetische Nutzung der Wasserkraft, zum Erreichen der Energie- und Klimaziele dringend mit einzubeziehen, plädierte Bratzdrum. Der Biomasse-Anteil mit rund 130 Millionen Kilowattstunden ist stark gewachsen solle aber nicht mehr weiter forciert werden. Einen hohen Stellenwert rechnete Bratzdrum auch der Geothermie zu. Wichtig aber sei vor allem die Ausgewogenheit zwischen allen regenerativen Energien, sowie der Ausbau der Stromnetze für die Zukunft. Fast ungelöst scheint das Thema Energiespeicherung. Die Energiewende  bezeichnete Bratzdrum abschließend als Pionierarbeit der Neuzeit, die eine große Herausforderung für alle darstellt.